Hybrid Power für Team Malizia


Fischer Panda beim Ocean Race Europe

Die Regatta beginnt lange vor dem Startschuss. Mit der Auswahl der Komponenten. Mit der Planung der Systeme. Mit Entscheidungen, die später auf See nicht mehr korrigiert werden können.

In Kiel wird das sichtbar. Im Hafen, zwischen offenen Luken, letzten Handgriffen und kurzen Abstimmungen. Leistung und Präzision sind hier keine Versprechen – sie sind Voraussetzung. Genau in diesem Umfeld zeigte Fischer Panda zum Start des Ocean Race Europe gemeinsam mit MOLABO und Gleistein, wie sich maximale Performance und minimale Umweltbelastung in einem funktionierenden System verbinden lassen. Nicht als Vision. Als gelebte Praxis an Bord der Seaexplorer – Malizia.

Drei Partner. Ein System.

Als wir ins Malizia Tech Tent eingeladen wurden, war schnell klar, worum es geht. Nicht um Einzelprodukte, sondern um das Zusammenspiel. MOLABO bringt den ARIES i50 Elektromotor ein – für Kontrolle und emissionsfreien Betrieb im Hafen, in sensiblen Situationen und im Notfall. Fischer Panda stellt mit dem AGT 11000 Generator das Rückgrat der Energieversorgung bereit – kompakt, leise, HVO-fähig, immer dann aktiv, wenn Wind und Sonne nicht ausreichen. Gleistein sorgt mit 62 farbcodierten Hochleistungsleinen dafür, dass Taktik in Bewegung übersetzt werden kann.

Erst im Zusammenspiel wird aus Technik ein belastbares System. Robust genug für Hochseerennen. Effizient und nachhaltig genug für den modernen Yachtsport.

Das Rückgrat der Energieversorgung

Im Zentrum der Seaexplorer – Malizia steht der Fischer Panda AGT 11000. Kein sichtbares Statement, sondern eine bewusste Entscheidung für Zuverlässigkeit. Der Generator lädt die Solid State Marine-Batterien, wenn erneuerbare Energiequellen an Bord nicht ausreichen. Diese versorgen den MOLABO ARIES i50 – den Antrieb für Hafenmanöver sowie für Sicherheits- und Notsituationen.

Der Generator ist kein isoliertes Produkt. Er ist das Rückgrat einer durchgängigen Energiearchitektur.

Die IMOCA-Klassenregel schreibt vor, dass sich jede Yacht eigenständig mit mindestens 5 Knoten bewegen können muss. Der Elektromotor erfüllt diese Anforderung – und ist gleichzeitig ein zentrales Sicherheitselement. Nach dem Auslaufen wird er versiegelt. Nur im Notfall, nach Freigabe durch die Rennleitung, darf er entsiegelt werden. Vier fest installierte Bordkameras zeichnen den gesamten Vorgang auf.

Boris Herrmann bringt es auf den Punkt: „Wenn dieses Siegel gebrochen ist, solltest du beim Zieleinlauf eine sehr gute Erklärung parat haben."

Vorteile, die zählen

Hybridisierung muss sich im Offshore-Rennsport messen lassen. In Gewicht, Verbrauch und Flexibilität. Die Zahlen sprechen für sich.

Die Ocean Race Europe Konfiguration ist 40 kg leichter als eine herkömmliche 45-PS-Verbrennermotor-Installation in der IMOCA-Klasse. Der Kraftstoffverbrauch liegt bis zu 50 % niedriger als bei einem klassischen Dieselgenerator. HVO kann die CO₂-Emissionen im Vergleich zu fossilem Diesel um bis zu 90 % reduzieren. Für die Vendée Globe lässt sich derselbe Ansatz weiterdenken: Ein Gesamtgewichtsvorteil von rund 150 kg gegenüber einer Dieselinstallation ist möglich – 111 kg durch reduzierte Dieselmenge und kleineren Tank, der Rest durch das geringere Gewicht des Elektromotors.

Über Tausende Seemeilen ist das kein Detail. Es ist ein echter Performancefaktor.

Technologie als Teamleistung

Die Tage in Kiel haben gezeigt, dass Fortschritt auf See nicht aus Einzelinnovationen entsteht – sondern aus sauber integrierten Systemen. Die hybride Lösung an Bord der Seaexplorer – Malizia ist mehr als eine Regattakonfiguration. Sie ist eine bewährte, anpassungsfähige Plattform für alle Anwendungen, bei denen Leistung, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit zusammengehören.

Und die Antwort auf die naheliegende Frage: In den meisten Fällen ja – der modulare Aufbau der Fischer Panda Hybridsysteme erlaubt individuelle Lösungen für unterschiedlichste Yachten und Berufsschiffe.



Entdecke den AGT 11000

Das Herz des Hybridsystems.

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